In Kiel-Steenbek werden angehende Floristinnen und Floristen in allen drei Ausbildungsjahren beschult. Pro Ausbildungsjahr gibt es eine Klasse. Die Einschulung findet jährlich nach den Sommerferien statt. Die Stundentafel für den Ausbildungsberuf Floristin, Florist sieht folgende Unterrichtsstunden vor:
Unterrichtsstunden (bezogen auf die 3-jährige Ausbildung)
1. Berufsbezogener Unterricht:
Lernfeldunterricht: 840
Wahlpflichtbereich: 120 Stunden
2. Berufsübergreifender Unterricht:
Wirtschaft/Politik: 240 Stunden
Kommunikation und Fremdsprache: 160 Stunden
Diese Stunden werden auf die drei Ausbildungsjahre aufgeteilt, dabei findet der Unterricht in allen drei Ausbildungsjahren in Blöcken von 2 bis 3 Wochen statt. Die Anzahl der Blockwochen ist abhängig von der Länge des Schuljahres.
Durch diese Art der Beschulung ist sowohl eine sinnvolle Verbindung von praktischer und theoretischer Ausbildung der dualen Partner, als auch eine Beschulung von Auszubildenden die aus den Kreisen Nordfriesland, Schleswig-Flensburg und Dithmarschen anreisen müssen gewährleistet.
Leitinhalte der theoretischen Ausbildung:
1. Ausbildungsjahr: Im 1. Ausbildungsjahr werden die Grundlagen für den Beruf gelegt. Im Lernfeld 1 „Betrieb und Sortiment analysieren und gestalten“ wird ein Verständnis für die betriebswirtschaftliche Struktur des Betriebes vermittelt, die durch Betriebsbesuche in Gärtnereien und Vermarktungseinrichtungen verständlich gemacht wird.
In Lernfeld 2 „Schnittware annehmen, versorgen und lagern“, Lernfeld 3 „Pflanzen pflegen“ und Lernfeld 4 „Sträuße gestalten und Preise berechnen“ sind es fachpraktische Übungen die den Umgang mit pflanzlichen und anderen Materialien zeigen sollen. Dazu werden vor allem Naturstudien und kleine Dekorationen im Schulgebäude genutzt.
In Lernfeld 5 „Im Kassenbereich arbeiten“werden unterschiedliche Zahlungsmittel und Kassenarten verglichen und der Umgang mit Kundinnen und Kunden erlernt.
2. Ausbildungsjahr: Im 2. Ausbildungsjahr erfolgt die erste Vertiefung und Erweiterung der Grundlagen. Erreicht wird dies durch kleinere Projekte, wie z.B. den Aufbau einer Adventsausstellung unter Berücksichtigung der fachgerechten Präsentation und Kalkulation der Waren, was eine Verknüpfung der Inhalte von Lernfeld 6 „Trauer- und Gedenkfloristik gestalten“, Lernfeld 9 „Saisonale Waren und Werkstücke präsentieren“ und Lernfeld 10 „Gesteckte Gefäßfüllungen gestalten und Kalkulieren“ erfordert.
In Lernfeld 7 „Pflanzungen gestalten“ und Lernfeld 8 „Kundenorientierte Beratungs- und Verkaufsgespräche führen“ wird zum einen der Umgang mit Pflanzen und zum anderen mit Kundinnen und Kunden vertieft.
Zudem werden die Schülerinnen und Schüler auf den Teil 1 der Abschlussprüfung vorbereitet, der im zweiten Halbjahr des zweiten Ausbildungsjahres erfolgt.
3. Ausbildungsjahr:
Das 3. Ausbildungsjahr ist der weiteren Vertiefung und der Vorbereitung auf den Teil 2 der Abschlussprüfung vorbehalten. Unterrichtlich werden in den Lernfeldern 12 „Hochzeitsfloristik gestalten und kalkulieren“, 13 „Raumfloristik gestalten und kalkulieren“ und 14 „Tischfloristik gestalten und kalkulieren“ verschiedene Projekte angeboten. Höhepunkt dieses Ausbildungsjahres ist der jährlich stattfindende Berufswettbewerb, bei dem die Schülerinnen und Schüler zu einem selbst gewählten Thema eine floristische Arbeit umsetzen müssen, welche dann von einer Fachjury bewertet und prämiert wird. Hierzu werden in Lernfeld 11 „Kunden und Kundinnen binden und gewinnen“ passende Marketingmaßnahmen und Kundenbefragungen für den Wettbewerb erarbeitet.