Praxis trifft Schule

„Wir können PraktikantInnen und Arbeitskräfte gebrauchen!“, so hieß es am 22.01.2018 auf der Ausbildungsbörse im RBZ1 am Standort Königsweg für angehende Erzieherinnen und Erzieher sowie Sozialpädagogische Assistentinnen und Assistenten.

In der Aula hatten acht verschiedene Träger von Kindertageseinrichtungen ihre Informationsstände aufgebaut und waren hochmotiviert, mit den Schülerinnen und Schülern der Fachschule für Sozialpädagogik ins Gespräch zu kommen. Das bunte Bild, das sich den Besucherinnen und Besuchern der Ausbildungsbörse zeigte, spiegelte eindrucksvoll die Trägervielfalt in Kiel wider. Zu den Trägern, die sich in der Fachschule vorstellten, gehörten die AWO, die Landeshauptstadt Kiel, das Studentenwerk Schleswig-Holstein, der ASB, die Ev. Kirche, Pädiko, das DRK und der Dachverband der Eltern-Kind-Gruppen Kiel. Ebenso vielfältig wie die Trägerlandschaft sind auch die sozialpädagogischen Einrichtungen der Träger, in denen nach unterschiedlichen Handlungsansätzen gearbeitet wird. Plätze für Praktikantinnen und Praktikanten gibt es in Krippen, Elementargruppen, altersgemischten und integrativen Gruppen, in Wald- und Strandgruppen und in Familienzentren.

Die Idee zu der Ausbildungsbörse kam aus der Praxis und wurde von Dr. Sandra Bischoff vom RBZ1 aufgegriffen und umgesetzt. Unterstützt wurde sie dabei von ihrer Klasse, der FS17b, die sich im ersten Jahr der Erzieherausbildung befindet. Von den Trägern kam ein „dickes Lob an die Klasse für ihr Engagement“ und auch an die Organisatorin Frau Dr. Bischoff. In einem Nebenraum der Aula hatten die Schülerinnen und Schüler der FS17b zudem ein Bistro eingerichtet, in dem sich die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter der Träger aber auch Schülerinnen und Schüler der Besucherklassen sowie die Lehrkräfte gegen eine kleine Spende stärken konnten.

Die bunt gestalteten Informationsstände in der Aula, auf denen nicht nur klassisches Informationsmaterial zu finden war sondern auch Fotos aus der Arbeit mit Kindern, Videoclips und verschiedene Spielmaterialien, machten es den Schülerinnen und Schülern leicht, mit den vielen Mitarbeitern der Träger ins Gespräch zu kommen. So konnten Erkenntnisse zu Einrichtungen und Trägern gewonnen und viele Fragen gestellt werden, wo und wie man sich für ein Praktikum bewirbt, was für Unterstützung es von seinen der Träger im Praktikum gibt und vieles mehr. Erörtert wurden aber auch inhaltliche Aspekte, wie z.B. der Umgang mit Themen wie Religion, Sprachförderung oder Inklusion. Einige Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter boten zusätzlich den Lehrkräften an, in die Fachschule zu kommen, um im Unterricht noch einmal vertiefend darzustellen, wie in der Praxis zum Beispiel zum Thema Inklusion gearbeitet wird.

Viel positive Rückmeldung kam von den Trägern. Die Börse sei eine gute Möglichkeit, sich als Träger darzustellen, über die verschiedenen fachlichen Ausrichtungen zu informieren aber auch selber einen Einblick in die Fachschule für Sozialpädagogik zu bekommen. Weiterhin sei die Börse ein gelungenes Forum, um mit Schülerinnen und Schülern in den direkten Austausch zu gehen und ihnen die Praxis näher zubringen, damit jeder den für sich passenden Praktikumsplatz findet. Eine Wiederholung der Ausbildungsbörse im nächsten Jahr ist geplant.

 

Dr. Susanna Swoboda

Zurück