Praktikumsbericht Spanien, Palma de Mallorca 2018

Am Nachmittag landeten wir in Palma de Mallorca. Vom Flughafen aus sind wir mit dem Bus zu dem Hotel gefahren, wo wir für die drei Wochen untergebracht werden sollten, dem Hotel Amic Horizonte, welches eher am Rande von Palma gelegen war. Dort haben wir uns je zu zweit auf die Zimmer aufgeteilt. Den Rest des Tages hatten wir frei und konnten uns ein wenig umsehen, Einkaufsmöglichkeiten abklären und eventuell schon einmal nach den Busverbindungen/-haltestellen gucken, über die die meisten von uns am nächsten Tag die jeweiligen Betriebe erreichen mussten. Da mein Betrieb nicht in Palma, sondern in Inca, ca. 36 km entfernt von unserem Hotel, lag, habe ich mich zusätzlich über die Zugverbindung informiert.

Am Dienstag begann also für alle der erste Arbeitstag. Da die Lehrerinnen eh jedem Betrieb einmal einen Besuch abstatten wollten, hatte ich Glück und wurde an diesem Tag mit dem Auto nach Inca gefahren. Die Tischlerei, Createam Design, lag in einer kleinen Straße inmitten von Wohnhäusern. Wir wurden nett begrüßt und haben uns erst einmal eine Weile mit dem Chef, Thomas, ein deutscher, welcher ‘93 nach Mallorca zog und ‘96 die Tischlerei gründete, unterhalten. Dann sind die Lehrerinnen wieder losgefahren, mir wurde die Werkstatt gezeigt und die drei Gesellen vorgestellt. Da der eine Geselle ebenfalls Deutscher war und der zweite durch seine 16-jährige Beschäftigung bei Thomas auch recht gut Deutsch gelernt hatte, gab es in sprachlicher Hinsicht keine Probleme. Der dritte Geselle sprach nur Spanisch, doch auch das war kein Hindernis und ich konnte mich mit meinen Spanisch-Kenntnissen und mit Händen und Füßen mit ihm verständigen.

Und so begann die Arbeit damit, Fräsungen für Türbänder nachzuarbeiten und diese einzulassen. Ab dem nächsten Tag musste ich dann alleine nach Inca kommen. Da um 8 Uhr Arbeitsbeginn für mich war, musste ich gegen halb 7 das Hotel verlassen, mit dem Bus zum Placa d‘Espana fahren, zum Estació Intermodal gehen, von dort aus mit dem Zug etwa eine halbe Stunde nach Inca fahren und dann vom Bahnhof aus zur Werkstatt ca. 15 Minuten zu Fuß laufen, um dann Punkt 8 Uhr in der Werkstatt einzutreffen.

Meine Arbeitszeit betrug dann fortlaufend meist 8-9 Stunden am Tag. Die Arbeit hat mir sehr viel Spaß gemacht, ich habe viele Aufgaben bekommen, durfte selbstständig an alle Maschinen und die Kollegen waren sowieso super nett und ich habe mich von Anfang an sehr wohl gefühlt. Meine Tätigkeiten waren unter anderem: furnierte Platten schleifen, sowieso Einiges schleifen, Vollholzanleimer anleimen, Schubkästen bauen und in Schrank einpassen, Beschläge einlassen, Kanten fasen, Bad-Möbel aus MDF bauen, Schrank verleimen, Eichenregal und Eichenrahmen mit Klappläden bauen … Zwei Tage war ich auch mit in Palma auf einer Baustelle, wo wir in einer Wohnung Türen, Schränke und Regale montiert haben.

Am Wochenende hatten wir dann auch etwas Zeit uns die Insel ein wenig anzusehen. So haben wir einige Strände und super schöne Buchten mit traumhaftem, allerdings noch kaltem, Wasser ausfindig machen können, haben uns die Stadt angeguckt, sind mit der Bimmelbahn nach Sóller gefahren und zum Schluss noch in die Berge wandern gegangen – das war wirklich wunderschön!

Am 7. Mai ging es dann wieder zurück nach Deutschland.

Insgesamt drei wirklich tolle Wochen, wodurch ich einiges an Erfahrung reicher geworden bin und auch jedem anderen zu einem solchen Auslandspraktikum raten würde.

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