Mallorca einmal anders

Zwölf  Auszubildende verschiedener Fachrichtungen erlebten vom 7. bis 27.4.2016 die balearische Urlaubsinsel Mallorca einmal anders. Wir nutzten unsere Chance den Berufsalltag im kalten Frühling Norddeutschlands gegen ein Auslandspraktikum bei milden Temperaturen und Sonnenschein für 3 Wochen zu tauschen. Ermöglicht wurde uns  diese Auszubildendenmobilität durch das RBZ1 und das  europäische Förderprogramm Erasmus +.
Unsere Gruppe setzte sich aus  Auszubildenden folgender Ausbildungsberufe des RBZ1 zusammen: zwei Sozialpädagogische Assistenten, eine Medizinische Fachangestellte, eine Gärtnerin, eine Köchin/ein Koch, ein Friseur/zwei Friseurinnen sowie eine Hotelfachfrau/zwei Hotelfachmänner. Die Betriebe befanden sich ausschließlich in Palma, der Hauptstadt Mallorcas. Um auf das durchgeführte Auslandspraktikum vorzubereiten, trafen wir uns mehrmals im RBZ1, um Grundkenntnisse der spanischen Sprache zu erlernen sowie uns  gegenseitiges kennen zu lernen..
Abflug, Hamburg, 07.04.16, 3 °C. Break. Ankunft 3 Stunden später - Palma de Mallorca,  22°C. Endlich da. Nach dem wir am Flughafen ,,Indianerbraun“ verbrannt in Empfang genommen wurden, brachten uns die Lehrer in unsere unterschiedlichen Unterkünfte. 2 Personen in einem Apartment in Can Pastilla. Zum Arbeiten weit genug von S‘Arenal entfernt, aber nicht unerreichbar – entspannt, sauber, ruhig. 3 weitere durften in ihrem Hotel schlafen. Dieses befand sich am Hafen von Palma. Die restlichen 7 hatten ein Apartment direkt im Zentrum Palmas – an sich auch entspannt, sauber und ruhig.
Am 2. Tag ging es für alle ins Arbeitsleben – die Chefs wurden uns vorgestellt und danach waren wir auf uns allein gestellt. Den darauffolgenden Samstag mussten die meisten schon arbeiten, der Großteil hatte zum Glück den Sonntag frei. Den Tag konnten wir nutzen, um uns zu entspannen, richtig anzukommen und am Nachmittag mit der Lehrkraft Paella zu kochen. Am Montag fing die Erste richtige Arbeitswoche unter spanischen Bedingungen (z.B. Arbeitszeiten, Arbeitseinstellung) an. Der Teil von uns der im Hotel gearbeitet hat wurde direkt voll eingesetzt, nachdem die Abstimmungs- und Verständigungsschwierigkeiten beseitigt wurden (die Kollegen dachten wir wären im ersten Lehrjahr), aber nachdem alles geklärt war, wurden wir voll in den Schichten eingesetzt und konnten unsere gesamten Kenntnisse zeigen. Wir wurden hauptsächlich im Frühdienst eingeteilt aber nach einer Woche durften wir auch abends arbeiten. Der Vorteil für uns war, dass abends oft deutsche Reisegruppen da waren und wir dann zeigen konnten wie gut wir den Service selber machen können, da es für die Gäste leichter war sich mit uns zu verständigen als mit den spanischen Mitarbeitern. Auch für die sozialpädagogischen Assistenten ging es am Montag direkt los. Wir wurden sofort in den täglichen Ablauf integriert und fanden schnell unseren Platz im Team. Wir wurden sehr freundlich und wertschätzend empfangen und es entwickelte sich eine tolle Zusammenarbeit. Es herrschte ein reger Austausch über die Unterschiede zwischen dem spanischen und dem deutschen Bildungssystem. Es wurden schnell Differenzen klar. Man lernte eine andere Arbeitsmentalität kennen und lernte diese zu schätzen. Uns persönlich hat es für unseren beruflichen Werdegang weiter vorangebracht und wir haben tolle Ideen und Erinnerungen mitgenommen. Auf dem Golfplatz ging es am Montag ebenfalls mit 2 Stunden Verspätung durch die verschiedenen Abfahrtszeiten der Busse los. Man teilte mich einer anderen Kolonne zu, in der ich statt für die Pflege der Golfplätze nun für die Pflege der Anlage rund um die Golfplatzanlage zuständig war. Von nun an arbeitete ich in einem Team von 4 Arbeitskollegen, von denen leider nur einer Englisch gesprochen hat. Anstrengend – aber machbar. Im Krankenhaus ging die Zeit am schnellsten rum. Mit einer Arbeitszeit von knapp 5 Stunden und super netten Kollegen kann man sich echt nicht beschweren!
Bei meinem Praktikumsplatz bei Silke von Rolbiezki war es einfach eine super schöne Atmosphäre. In dem Salon im Stil von Paris und New York hat man sich direkt wie zu Hause gefühlt und nicht fehl am Platz. Alle der Angestellten haben mir sehr viel zeigen können, weil sie sehr viel Erfahrung hatten und Lust hatten mir etwas beizubringen! Ich würde diese 3 Wochen nie missen wollen, denn sie haben mir trotz des schönen Arbeitsplatzes gezeigt, dass ich nicht in Mallorca leben und arbeiten wollen würde. Ein Auslandspraktikum würde ich dennoch immer wieder ausprobieren und jedem empfehlen. Ich konnte aus dieser Zeit sehr viel mitnehmen und werde davon auch vieles zu Hause in meinen Arbeitsalltag integrieren können. Die Arbeitszeiten haben mir gut gefallen und ließen mir genügend Zeit für meine Freizeit. Die Kollegen sind in der Zeit für mich wie Freunde geworden.
Bei dem drei wöchigen Praktikum war ich bei Felixhair. Ich konnte sehr viel bei ihm lernen, was mich sehr erfreut hat, obwohl mich die Arbeitszeiten sehr erschöpft haben. Ich konnte leider nicht so viel von der Insel sehen, deswegen plane ich nochmal privat hinzufahren, aber das Arbeiten an sich vermisse ich nicht. Felix hat mir sehr viel Selbstvertrauen geschenkt, dafür bin ich ihm und seinem Team dankbar. Danke außerdem für die Organisation die mir neue Freunde geschenkt hat, mich in meinem Beruf viel gelehrt hat und mir ermöglicht hat, mir einen unbekannten Ort zu zeigen. Durch die unterschiedlichen Arbeitszeiten war es uns nicht möglich, alle zusammen einen Ausflug zu starten. Daher waren wir in kleinen Gruppen auf der Insel unterwegs. Die ganze Zeit war für uns sehr ereignisreich, anstrengend, aber insgesamt sehr schön.
Wir alle sind der Meinung, dass ein Auslandspraktikum eine hervorragende Möglichkeit ist, in seinem Beruf neue Erfahrungen und Eindrücke zu sammeln. Daher würden wir es auch jedem empfehlen!

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