Frankreich-Austausch 2015 (Nantes)

Endlich war es soweit: der 5. Oktober 2015. Der Tag den wir wochenlang herbei gesehnt haben. Nach der Ankunft in Nantes wurde unsere Stimmung erst einmal gedämpft, denn fünf von elf Koffern waren noch in Paris. Durch eine Verspätung gab es Engpässe und so mussten fünf von uns die ersten zwei Tage vorerst auf ihr Gepäck verzichten. Doch Probleme gilt es zu lösen und so wurde geteilt. Nach unserem Abendessen in der Schule wurden wir zu einem fünf Sterne Campingplatz gebracht. Wir konnten unser Glück kaum fassen, alles war schön geräumig und für die nächste drei Wochen wurde es unser neues zu Hause. Voller Vorfreude gingen wir am nächsten Tag in die Schule, alles war neu und aufregend. Schnell lebten wir uns ein und knüpften die ersten Kontakte zu unseren neuen Klassenkameraden, die wir noch mehr kennenlernten als der Tandem-Sprachkurs stattfand. Im Tandem-Kurs ging es vor allem darum unsere Sprachlichen Kenntnisse zu erweitern und auszufeilen, dies gelang unserem Lehrer mit Spielen und Vorstellungsrunden.
Im eigentlichen Tandem-Kurs hatten wir stets wechselnde Partner mit denen wir die Aufgaben lösen mussten, die auf französisch und deutsch gestellt wurden. Am Wochenende und einem Schultag unternahmen wir viele schöne Ausflüge zusammen, wie zum Beispiel eine Besichtigung eines Schlosses an der Loire, die Kellerei Ackermanns, den Markt mit seinen für uns außergewöhnlichen Angeboten wie zum Beispiel Langusten, Hummer, Austern, und natürlich den regionalen Käse, der für seinen außerordentlichen Geschmack bekannt ist, die Salzgewinnung am Atlantik (Fleur de sel) sowie den Atlantik selbst, den wir in strahlendem Sonnenschein und mit anschließendem Picknick betrachten konnten. In der ersten Woche kochten und aßen wir stets gemeinsam in der Gruppe und genossen die gemeinsame Zeit in Nantes.
Doch es wurde immer spannender zum Ende der Woche denn es sollte am Montag zum ersten mal in den Restaurants gearbeitet werden. So frischten wir unsere französisch Kenntnisse auf, bügelten Blusen und Kochjacken und lernten die Menükarten. Wir waren schließlich zum arbeiten dort. Freundlich wurden wir von unseren neuen Arbeitskollegen begrüßt und eingearbeitet.
Die gelassene und lockere Art unserer Gäste und der unserer Kollegen machte es uns leicht, schnell eine Routine und viel Spaß an unserer neuen Arbeit zu finden. Fast jeder von uns hatte Teildienst und so war es immer schön in der Teildienstpause mindestens einen unserer Gruppe auf dem Campingplatz vorzufinden. Ein reger Austausch fand statt, über den Betrieb wer was schon übernehmen durfte. Auch kam es vor, dass die Köche von uns ihren eigenen Posten hatten.
Wir aus dem Service durften Bestellungen annehmen, servieren und Weinservice machen.
All die neuen Rezepte wurden aufgeschrieben und untereinander ausgetauscht.
Freundschaften zwischen Personal und Klassenkameraden kamen zu Stande.
Auch wurden wir öfter von ihnen Besucht und dazu kann ich abschließend nur sagen, dass sich dieser Austausch nicht nur arbeitstechnisch gelohnt hat sondern auch zwischenmenschlich.
Wir haben in diesen Wochen eine Menge dazu gelernt. Alle sind wir dankbar für diese wunderbaren drei Wochen und auch das Frau Muthmann und Herr Keeper uns in jeder Situation mit Rat und Tat zur Seite standen. Danke für die einmalige Erfahrung, die wir so schnell nicht vergessen werden.

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