Ein gastronomischer Austausch - Nantes 2016 26.09.-16.10.

Nach vielen Wochen der Vorbereitung und Vorfreude flogen wir am 26. September von Hamburg über Amsterdam nach Nantes. Die französischen Lehrkräfte, die uns am Flughafen bereits erwarteten und herzlich begrüßten, brachten uns auch gleich zu unseren Unterkünften auf dem Campingplatz "Petit Port" und versorgten uns großzügig mit Grundnahrungsmitteln und Leckereien. Die Bungalows waren schnell bezogen und drei Wochen Nantes lagen vor uns.
Dienstag begann bereits der Französisch - Deutsche - Tandem - Sprachkurs im Lycée Professionnel Antoine de Bougainville. Unter der Leitung von Monika knüpften wir spielerisch erste Kontakte mit unseren französischen Austauschpartnern und näherten uns der französischen bzw. deutschen Sprache. Im Laufe der Woche wurden unsere meist geringen Sprachkenntnisse weiter aufgebaut bis hin zu Fachvokabular für Küche und Service.
Im Laufe der drei Wochen unternahmen wir auch einige Ausflüge um Land und Leute besser kennen zu lernen, aber vor allem auch fachlich interessante Exkursionen zum Großmarkt, zu den Salinen von Guéronde, der Fabrik wo der "Petit Monzillon" (Gebäck) produziert wird und einem Weingut, wo haupt-sächlich der für die Region typische Muscadet angebaut und gekeltert wird. Während den meist geführten Besichtigungen erfuhren wir viel über die regionalen Produkte, ihre Herstellung und ihre kulinarischen Einsatzgebiete.
In der zweiten Woche begannen die Praktika in den Betrieben. Die drei angehenden Köche, 4 Hofa und 1 Refa waren in Restaurants und Hotels unterschiedlicher Größe und Ausrichtung untergebracht. Vom kleinen aber feinen Restaurant mit 25 Sitzplätzen, über ein Restaurant mit Michelin - Stern bis zum großen Radisson Blu Hotel war alles vertreten. Für die Köche war der Ausflug in französische Küchen besonders fruchtbar. Hier konnten neue Produkte und Technik zur Lebensmittelverarbeitung, wie z. B. Herstellung von Blätterteig, Zubereitung von Froschschenkeln kennengelernt werden. Besonders die Vielfalt und Frische der Meerestiere war sehr beeindruckend. Aber auch für die Service - Praktikanten /innen waren die zwei Wochen in einem französischen Betrieb äußerst fruchtbar. Kaum hatte man sich eingearbeitet und hatte seinen Platz im Betrieb gefunden waren die zwei Wochen Praktikum aber auch schon verflogen.
Abschließend ist zu bemerken, dass die drei Wochen in Nantes für die meisten als eine immense Bereicherung der Ausbildung empfunden wurde. Neben vielen neuen Eindrücken, Erfahrungen, Arbeits-techniken und Sprachkenntnissen gehört in einem Fall auch ein Jobangebot zu den Resultaten unserer Reise nach Nantes.

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