„Die Nacht, in der die Mauer fiel“ - Der 11. Jahrgang des Beruflichen Gymnasiums am Standort Königsweg besucht eine Lesung zur deutsch-deutschen Geschichte

Zum Auftakt der Lesung stellte sich der Autor Renatus Decker vor und erzählte uns, wie er aufgewachsen ist, wie seine damaligen Familienverhältnisse waren und was ihn dazu gebracht hat, dieses Buch zu schreiben.
In Deckerts Familie war die Mauer ein großes Thema, da die Familie auf beiden Seiten der Mauer gelebt hat. Als die Mauer fiel, war Renatus Deckert zwölf Jahre alt. Von dem Mauerfall hat er am nächsten Morgen in der Schule erfahren. Renatus Deckert selbst hat eine kritische Sichtweise gegenüber der DDR und möchte seine Sichtweise teilen. Er erläuterte uns, wie er im geteilten Deutschland gelebt hat. Zum Beispiel erzählte er uns, dass Jugendliche mit einer christlichen Prägung es schwer hatten, zum Abitur zugelassen zu werden, was für uns heutzutage unvorstellbar ist. In seinem Buch „ Die Nacht, in der die Mauer fiel“ erzählen 25 Autoren, wie sie die Nacht des Mauerfalls erlebten und was sie dabei fühlten.
Nachdem Renatus Deckert sich vorgestellt hatte und uns erläutert hat, um was es in seinem Buch geht, las er uns eine Geschichte aus seinem Buch vor, die von einer Lehrerin in Berlin handelt. Sie selbst bekam den Mauerfall nicht mit und ging am nächsten Morgen zur Universität, da sie eine Vorlesung geben sollte. Es kamen jedoch kaum Studenten zu ihrer Vorlesung, weshalb sie sich wunderte. Später erschienen doch noch einige und erzählten ihr, dass in der letzten Nacht die Mauer gefallen sei.
Später hatten wir die Möglichkeit, dem Autor Fragen zu stellen, die er mit Freude und Interesse beantwortete.
Wir haben in der Lesung einen sehr guten Eindruck von dem Leben in einem geteilten Deutschland bekommen und uns wurde durch die Geschichten näher gebracht, wie die Menschen damals die Nacht erlebten, in der die Mauer fiel und was sie dabei fühlten.

(Hannah Pervölz, 11a)

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