Azubiaustausch Israel 2017 „Hair Design & Cosmetic Profession“ 16. Oktober – 05. November 2017. Oder: das RBZ1 besucht das Heilige Land

Wir durchgingen mehrere Sicherheitskontrollen, auch hier in Deutschland. Uns ist aufgefallen, dass wir die drei Stunden Zeit vor Abflug, die wir eingeplant hatten, auch wirklich gebraucht haben. Der erste unserer zwei Flüge ging nur bis nach München, allerdings mit Verspätung, so dass wir in Verzug geraten sind. Unser Zeitplan war damit durcheinander und wir hatten ziemlich Zeitdruck. Wir mussten uns erst mal am Münchener Flughafen zu Recht finden und schafften es dennoch, rechtzeitig zum Flieger Richtung Israel zu kommen. Und das natürlich auch wieder nach einer Sicherheitskontrolle. Als wir ankamen waren wir froh, aber leider waren wir noch nicht draußen. Es folgten weitere Sicherheitskontrollen und zwei von uns wurden zum Interview gebeten und alles verzögerte sich um eine weitere Stunde. Unsere Gastgeberin Tal vom Ministerium wartete nach einer herzlichen Begrüßung geduldig mit uns.

Wir waren alle schon erschöpft und überrascht  über das gute Wetter hier in Tel Aviv. Anschließend gingen wir zum Bus, der vor dem Flughafen auf uns wartete und uns dann ins Hostel gefahren hat. Weil der Bus von der falschen Richtung kam und nicht vor dem Hostel stehen bleiben konnte, führen wir noch eine Runde um den Block und konnten erste Eindrücke aus der Gegend bekommen. Als wir endlich da waren, war es schon dunkel und wir haben erst mal etwas gegessen. Danach fand die Zimmerverteilung statt. Nach dem Beziehen der Zimmer ging es für einige sofort nach draußen, weil es noch so schön warm war und wir es nicht abwarten konnten, zum Strand zu kommen. Andere wiederum wollten einfach nur schlafen und so verging ein abenteuerlicher Tag.

 

2 Tag: Dienstag, 17. Oktober 2017

Nach dem Frühstück wurden wir zur L'Oréal Academy gefahren. Dort wurden wir herzlich empfangen und begrüßt. Anschließend wurde uns das Produkt smartbond von L'Oréal vorgestellt.

Die Smartbond Reihe besteht aus drei Phasen

  1. Phase: Wird in Farbe oder Blondierung gegeben
  2. Phase: Wird wie eine Haarmaske angewendet / dies kann man nach einer Coloration bzw. Blondierung machen oder einfach als Pflegebehandlung
  3. Phase: Ist die einzige Phase die käuflich erworben werden kann und ist für die Anwendung zu Hause gedacht.

Was unterscheidet Smartbond von einer herkömmlichen Pflege?

Mit Smartbond ist es möglich die geschädigten Haarbrücken wieder aufzubauen.

Zudem können fast alle geöffneten Brücken z.B. durch Färbung fast wieder vollständig geschlossen werden. Das dient zum einen dazu, dass die Farbe länger anhält, die Haare mehr Glanz sowie Spannung haben. Die Spannung spielt bei der Haltbarkeit von Frisuren eine große Rolle.

Smartbond dient zum Strukturaufbau und kann v.a. bei der Blondierung von stark geschädigtem Haar eingesetzt werden und dient damit als "Schutz". Zum anderen kann es bei Erstfärbungen eingesetzt werden, so dass trotz starker Blondierung viel geringere Schäden entstehen.

Nach einer kleinen Pause wurde uns anhand eines Models eine Strähnen Technik gezeigt. Diese Strähnen Technik wurde mit anderen Techniken wie dem Balayage kombiniert.

Während des Workshops wurden viele Fragen über Techniken, Arbeitsweisen, Farblehre sowie Stiltypen gestellt, diskutiert und beantwortet.

Abschließend gab es eine Feedback Runde in der man sich kurz vorstellte und- wenn man wollte- ein paar Sätze über den Tag sagen konnte.

Über den ersten Tag kann ich sagen, dass es sehr hilfreich ist, andere Arbeitsweisen kennenzulernen, um diese in Zukunft im eigenen Salon und natürlich auch für die eigene Entwicklung in meinem  Arbeitsprozess, nutzen zu können.

 

3 Tag: Mittwoch, 18. Oktober 2017

8:20 Uhr Treffpunkt vor dem Hostel. 8:40 Uhr Abfahrt Richtung L’Oréal Akademie zum zweiten Workshoptag. Dort wurden uns Balayage sowie Ombre Techniken vorgestellt. Balayage: Natürlicher Farbverlauf, welcher relativ hoch am Ansatz beginnt. Ombre: Ist ein eher "unnatürlicher"  Farbverlauf der blockartig im unteren Drittel des Haares stattfindet. Der Kundenwunsch geht oft nicht einher mit der Beschaffenheit des Haares, das der Kunde mitbringt. Aus diesem Grund ist es nicht immer möglich, jeden Kundenwunsch zu erfüllen. Denn im Vordergrund jedes guten Friseurs ist die Erhaltung eines gesunden Haares. So muss im Vorgespräch auf jeden Fall Rücksicht auf die Struktur,  Beschaffenheit des Haares, sowie auf eventuelle Schäden genommen werden.
Uns wurde anhand eines Modelles eine "freehand" Balayage Technik gezeigt. Dabei wurde mit einer Art Handschuh die Blondierung auf einer abgeteilten Strähne aufgetragen. Anschließend konnten wir diese Technik an einem Puppenkopf anwenden.
Gegen 14 Uhr haben wir uns verabschiedet und sind mit dem Bus zu einem weiteren Treffen zu einer Kosmetikfirma (Intercosma) gefahren. Es handelte sich um einer Kosmetikfirma, welche Cremes, Shampoo und alles was zur Körperpflege dazu gehört, produziert. Intercosma hat weltweit Kunden, für welche sie Kosmetik herstellen und hat darüber hinaus auch eine eigene Hausmarke. Die Vorstellung der Firma fand in einem Raum statt, in dem die von der Firma hergestellten Kosmetikprodukte zu sehen waren. Anschließend sind wir in einen Präsentationsraum gegangen, wo uns vom Leiter der Fabrik noch Näheres zum Marketing, zur Produktion und auch zum Verkauf erzählt wurde. Anschließend wurden wir in der ganzen Firma herumgeführt und mussten  uns dafür entsprechend mit einer Art Schutzkleidung kleiden. Dann sind wir ins das Labor gegangen, dort wurden die Cremes (Kosmetikprodukte) entwickelt, erstellt, gemischt und getestet. In einem weiteren Raum besichtigten wir die großen Produktions-(misch)-maschinen. Weiter ging es dann zum Lager, wo alle bereits fertig verpackten Kartons mit den Kosmetikprodukten zum Abholen bereit waren. Zum Schluss sahen wir noch in einer Fabrikhalle, wie die Kosmetikprodukte mit einem Deckel versehen und in die Kartons gepackt werden.

 

4 Tag: Donnerstag, 19. Oktober 2017

Frühstück: 08:00, Abfahrt: 08:50, Ankunft Motti Rubin Academy: 09:30

Wir wurden freundlich von den Brüdern des Inhabers der Academy begrüßt, in der für jeden ein Platz mit einem Puppenkopf eingerichtet war. Ziel des Tages war es, zwei Hochsteckfrisuren zu erproben und eine Technik eines Bobschnitts kennen zu lernen.

Zwei renommierte, preisgekrönte Friseure zeigten uns am Puppenkopf schrittweise jeweils eine Abendfrisur, die wir unter ihrer Aufsicht, ebenfalls am Puppenkopf, nachgearbeitet haben.

Es wurde mit viel Volumen und Produkten gearbeitet. Anschließend zeigte uns Roman Rubin am Model  einen modernen Bobschnitt, den er auf eigene Weise fertigte. Er informierte uns ausführlich über die Geschichte und Entwicklung des Bobs und was er über seine Trägerin verrät.

Überraschender Weise erklärte sich unsere Reiseleiterin ebenfalls als Model bereit, so dass Roman noch einen Stufenschnitt im lockigen Haar präsentierte...

Den Abend läuteten wir gemütlich am Strand ein, um uns gegen 19:00 zum Gruppenmeeting wieder beim Hostel zu versammeln.

 

Die beiden Teilnehmerinnen aus dem Bereich Kosmetik fuhren an dem Tag in der Begleitung der Tutorin Sabina in das „Mulitdisciplinary Center for Cosmetic Studies“ nach Ramat Gan. Dort wurden wir von der sehr netten Leiterin Ofra durch die Räume in der 10. Etage eines Hochhauses geführt und erfuhren, dass hier sowohl modulare Ausbildungskurse hauptsächlich in den Bereichen Kosmetik, Schminken, Pediküre/Maniküre stattfinden als auch der Verkauf von zahlreichen Maschinen, die die Kosmetikbehandlungen unterstützen. Im Vergleich zu anderen Ländern werden in Israel viel mehr Maschinen im Kosmetikbereich eingesetzt (von den ca. 5000 Kosmetikstudios nutzen rund 4000 irgendwelche Maschinen.  Es ist also ein guter Markt). Interessant war auch, dass die Teilnehmenden an den Kursen diese selbst bezahlen und in der Regel  20 Jahre (also nach der Armeezeit) und älter sind. Anschließend bekamen wir eine wechselseitige Kosmetikbehandlung und erfuhren, dass aufgrund der Heterogenität der israelischen Bevölkerung, die Produkte und Behandlungen an sehr unterschiedliche Bedürfnisse der Haut angepasst werden müssen. Es war beispielsweise ein großes Problem, dass die jüdischen Einwanderer aus Äthiopien  von der, auf weiße Haut abgestimmten, kosmetischen Behandlung entweder helle Flecken oder gar eine grüne Gesichtsfärbung bekamen!
Nach einem leckeren israelischen Mittagessen bekamen wir noch ein, jeweils auf unseren Typ abgestimmtes Makeup von einer sehr erfahrenen und bekannten Make up Stylistin. Es war ein  spannender und lehrreicher Tag für alle Beteiligten.

 

5 Tag: Freitag, 20. Oktober 2017

Heute Morgen fuhren wir um 8 Uhr mit dem Bus Richtung Rosh Hanikra los. Dabei machten wir Halt in Haifa und sahen uns alle den Bahai Garten an, in dem der goldene Tempel liegt und wo die Knochen des heiligen Bab aus der schiitischen Bibel aufbewahrt werden. Der Tourguide erzählte uns viel über den Glauben und die Geschichte über die Bahai und wie er sich im Laufe der Zeit geändert hat. Unter anderem, dass die Gebeine des heiligen Bab aus Akko, wo dieser im Gefängnis gesessen hat, in den Tempel getragen worden sind, damit sie dort Ruhen können.
Als Nächstes ging es nach Rosh Hanikra, in eine Felsenhöhle, wo man schöne Felsenformationen sehen konnte. Auf der Rückfahrt machten wir schließlich Halt in Akko und aßen dort zu Mittag. Anschließend konnten wir noch auf den Basar und einige von uns kauften sich Andenken. Neben dem Basar besuchten wir noch die Hospitaliterzitadelle, in der wir mehr über die Geschichte der Stadt und die Ausgrabungen in dem Museum erfuhren. Das Museum in Akko ist ein Gebäudekomplex, der früher den Kreuzrittern gehörte. Das komplette Gebäude wurde einst verschüttet und man errichtete einfach weitere Gebäude darauf. Je nachdem, wer gerade die Herrschaft im Heiligen Land hatte. In den 20/30ern Jahren begann man damit, das Kreuzrittergebäude wieder auszugraben, bis es wieder so hergestellt war, wie man es heute als Museum besichtigen kann. Danach ging es zurück nach Tel Aviv wo wir den Abend ausklingen ließen.

 

6 Tag: Samstag, 21. Oktober 2017

Die Jugendlichen nutzen ihren freien Tag für längeres Schlafen (am Abend vorher wurde in den Geburtstag von Sophie hinein gefeiert) und trafen sich anschließen am Strand für ein ausführliches Sonnenbad mit Schwimmen und Relaxen. Die Tutorin nutze die Zeit Ihrerseits, um israelische Freunde aus Kiriat Ono zu besuchen und um den darauf folgenden Tag rund um den Beginn der Praktika an einzelnen Arbeitsstellen, gemeinsam mit Tal, weiter zu organisieren. Abends wurde noch Frau Adler in ihre Arbeit eingeführt und für den kommenden Tag instruiert. Dann war der schöne freie Tag auch allmählich zu Ende und die Jugendlichen kehrten (manche mit deutlich anderer Hautfarbe und leichten Schmerzen im Gesicht!) vom Strand wieder zurück ins Hostel.

 

7 Tag: Sonntag, 22. Oktober 2017

Heute war der erste Tag unseres Praktikums in einem Friseursalon in Israel. Wir waren alle sehr aufgeregt und wir wurden in unterschiedlichen Gruppen per Minibus und Taxi zu den Praktikumsstellen gefahren. Es war total spannend, denn alle Lehrlinge  arbeiten in verschiedenen Salons. Bereits am ersten Tag wurden viele unterschiedliche Erfahrungen gesammelt.
Ich selbst arbeite in einem Salon in Tel Aviv, in der Nähe vom Hostel. Der Salon ist modern eingerichtet. An den Wänden hängen große  weiße Spiegel und die Räumlichkeiten sind dunkel gehalten. Im "Keller" des Salons befinden sich Trainingsräume für Lehrlinge. Jeder Auszubildender bekommt einen Puppenkopf und es gibt täglich verschiedene Trainingseinheiten. Heute haben wir über eine Föhntechnik gesprochen, mit der man Locken in die Haare frisieren kann. Die Technik hat mich sehr beeindruckt. Unser Trainer war sehr bemüht und freundlich. Wir haben uns ausführlich über die Unterschiede in der Ausbildung zum Friseur in Israel und Deutschland unterhalten. Der Kontrast unsere beiden Ausbildungssysteme ist sehr stark. Zum Beispiel lernen die Israelis hier sieben Monate und wir drei Jahre.
Am Abend fand wieder ein Teammeeting statt. Hier tauschten wir unsere ersten Erfahrungen miteinander aus und sprachen über die weitere Organisation. Alles in allem war es ein erfolgreicher Tag. Ich freue mich schon auf die nächsten Tage in unserem Praktikumssalon.

 

8 Tag: Montag, 23. Oktober 2017

Heute hatten wir ein Seminar bei der Firma Heads. Wir haben zwei neue Färbetechniken gelernt.

Sie heißen 'Sandwitsch' und 'Pizza'. In beiden Techniken hast du 4 Farben. Farbe 1 wird immer am Ansatz aufgetragen, dann jeweils auf ein Passe Farbe 2 in die Längen und Farbe 3 in die Spitzen. Auf das nächste Passe kommt nur Farbe 4. Dann wieder ein Passe Farbe 2 und 3 usw.

Die Techniken unterscheiden sich wie folgt: Beim Sandwitsch legen sich die Passes von unten

nach oben aufeinander. Bei der Pizza wiederum wird Sonnen (oder eben Pizza förmig) vom

Ansatz aus abgeteilt und eingefärbt.

Mehrere von uns hatten sich diesmal freiwillig als Modelle gemeldet, so kam es jeweils 2 von uns

an einem Modell arbeiten konnten. Ich habe auf jeden Fall was dazu gelernt, denn diese

Färbetechniken kannte ich vorher nicht. Nach einem guten Lunch konnten wir die Modelle

ausspülen und die Ergebnisse bewundern. Alles in allem waren wir sehr zufrieden mit dem

Endergebnis. Zwischendurch hat ein Mitarbeiter zweien von uns noch die Haare geschnitten,

was sehr gut aussah. Wir sind sogar eine Stunde länger als geplant geblieben, weil es uns so gut

gefallen hat und wir so motiviert bei der Arbeit waren. Am Ende wurde noch ein großes Foto von

allen auf der Bühne gemacht, es gab eine nette Dankensrede und die Gastgeschenke wurden

überreicht. Ein Gruppenmeeting gab es diesen Abend nicht und wir haben den Abend ruhig ausklingen lassen.

 

9 Tag: Dienstag 24. Oktober 2017

9.15 Uhr Abfahrt vom Hostel . Heute war der zweite Tag unseres Praktikums in einem Friseursalon (Davis & Udi) in Israel, Tel Aviv.  Wir waren sehr gespannt, was uns heute erwartet, da wir am ersten Tag leider nicht viel machen konnten und vieles noch unorganisiert war. Wir wurden sehr herzlich begrüßt und ich durfte direkt Haare shampoonieren. Als ich damit fertig war, durfte ich Ansatzfarbe auftragen, Elisa durfte mir helfen da nichts Weiteres zu tun war. Das Auswaschen der Kundin durfte ich wieder übernehmen. Leider stellten wir fest, dass die Haare die Farbe nicht angenommen haben, also hat der eine Mitarbeiter dieselbe Farbe genommen und nochmal aufgetragen - es wurde gut. Es war spannend, den Lehrlingen zuzuschauen, was für eine Arbeitsweise sie haben.
Der Salon ist sehr groß und schön designed, die Academy befindet sich im Keller mit 2 Übungsräumen. Jeder Auszubildende bekommt einen Puppenkopf dort und es gibt täglich verschiedene Trainingseinheiten. Heute haben wir über Hochsteckfrisuren und einfache schnelle Frisuren gesprochen. Davon konnte ich persönlich viel mitnehmen, da ich viel hochstecke. Die Techniken haben mich sehr beeindruckt. Unser Trainer war sehr bemüht und sehr freundlich. Wir konnten mit 2 Auszubildenden sprechen, wie deren Ausbildung läuft und mussten wieder feststellen, wie unterschiedlich die Ausbildungssysteme in Deutschland und in Israel sind.  Zum Beispiel lernen die Israelis hier 7-9 Monate und wir drei Jahre.
Am Abend fand wieder ein Teammeeting statt. Hier tauschten wir unsere heutigen Erfahrungen miteinander aus und sprachen über die weitere Organisation. Alles in allem war es ein erfolgreicher Tag.

 

10 Tag: Mittwoch, 25. Oktober 2017

Beginn um 9:15 Uhr Richtung Tel Aviv Zentrum. Heute hatten wir ein Praktikum in einem Friseur Salon im Einkaufszentrum Azrieli von Moti Rubin. Dort konnten wir zuschauen, wie die Friseure in Israel arbeiten, wir durften auch waschen und ich durfte sogar Farbe auftragen.

Es war sehr interessant zu sehen, wie die Unterschiede zu uns und zu den Friseuren vor Ort sind.

Zum Beispiel  föhnen wir unterschiedlich, während man in Deutschland immer fleißig auf Volum föhnt  wird in Israel hingegen  alles sehr glatt und schmal geföhnt.  Außerdem ist es alles sehr chaotisch und leider sind die Arbeitsumstände auch etwas chaotischer und  auch etwas schmutziger. Trotzdem waren alle sehr lieb und zuvorkommend und wir wurden herzlich aufgenommen.  
Um vier Uhr war das Praktikum vorbei und wir wurden mit dem Bus abgeholt, welcher uns wieder zurück zu unserem Hostel gebracht hat. Nach dem Essen sind wir dann gemeinsam zum Zentrum gefahren und haben etwas gebummelt.

 

11 Tag: Donnerstag, 26. Oktober 2017

Heute ging es los zu unserem letzten Praktikums Tag. Es war schon irgendwie traurig, dass es schon der letzte Tag war, zumal wir uns auch gut mit den Kollegen verstanden haben. Es war heute im Salon viel los und so bestanden  unsere Hauptaufgaben im Assentieren. Ich hatte das Vergnügen, auch an diesem Tag einen Kunden zu bedienen und zu Schneiden..  Aber auch von den anderen Jugendlichen aus unserer Gruppe habe ich gehört, dass einige von ihnen  auch immer mehr und mehr praktisch an ihren Arbeitsstellen machen durften. Ich habe allerdings auch Verständnis dafür, dass wir in unserem vier Tages Praktikum nicht komplett eingesetzt werden können.  Es ist dennoch eine tolle Erfahrung zu sehen, wie die israelischen Friseure arbeiten.  Ich muss schon sagen, für mich ist dies schon eine andere Welt und wir sind froh, sowas mal gemacht zu haben. Leider waren die ersten Stunden sehr ruhig und wir konnten zunächst nicht allzu viel machen. Aber so ab 15 Uhr ging es los. Wie wir hörten, ist das auch eine Stoß Arbeitszeit für Friseure in Israel. Dann kam der Teil, der nicht so schön war und es hieß  Abschied zu nehmen. Vorher hatten wir noch Besuch von der deutschen Delegation  die unter der Begleitung von Tal sich einen Eindruck von uns an unserem Praktikumsplatz verschaffen wollten. Wir haben dann noch ein paar Abschiedsbilder geschossen und  eine Kleinigkeit als Dankeschön für die Kollegen,  da gelassen. Anschließend gingen wir zum Bus. Von den Kosmetikerinnen habe ich gehört, dass sie sich erneut ein Paar  Gesichtsbehandlungen anschauen durften und sich dann gegenseitig behandelt haben. Da war unser Arbeitsplatz dann doch abwechslungsreicher. Im Großen und Ganz hatten wir eine tolle Erfahrung auch mit dieser anderen Art des Arbeitens, woran man sich erst gewöhnen musste. Wir waren auch alle erschöpft und haben dann den Abend ausklingen lassen. Nun sind wir schon gespannt auf die nächsten tollen Erfahrungen.

 

12 Tag: Freitag, 27. Oktober 2017

Heute hatten wir Kulturprogramm in Tel Aviv. Unsere Tour wurde geleitet von einer älteren Dame als Tour Guide, die sehr nett und entspannt war, so dass alle die Führung genießen konnten.
Während des Kulturprogrammes waren wir zunächst in Jaffa, wo wir die Altstadt besichtigten.
Es gab dort ein kleines Viertel, in dem viele Künstler wohnen und ihre Ateliers haben.
Über eine Brücke, die „Wunschbrücke“ genannt, sind wir auf den Platz gekommen, auf dem die weiße Kirche von St. Peter steht. Vor und nach dem Essen in dem Restaurant eines sehr bekannten Koches, es gab dort Shashuka und viele andere leckere Sachen, hatten wir die Möglichkeit, einen kleinen (Floh-)Markt in den Seitenstraßen zu besuchen. Danach sind wir zurück nach Tel Aviv gefahren. Dort waren wir auf einem Künstlermarkt und dem berühmten Carmel Markt.
Anschließend hat uns der Guide durch eines der ersten Viertel geführt, aus denen sich Tel Aviv gebildet hat und uns einige bekannte Gebäude gezeigt, wie z.B. die Zwillingshäuser, die Schluch vor langer Zeit komplett identisch für seine zwei Söhne hat bauen lassen.

 

13 Tag: Samstag, 28. Oktober 2017

An diesem freien Tag war das Wetter nur mäßig gut, so dass die Jugendlichen die Gelegenheit nutzten, auszuschlafen, am Hafen zu bummeln und den Tag einfach zu genießen. Weitere Sonnenbrände waren nicht zu verzeichnen.

 

14 Tag: Sonntag, 29. Oktober 2017

8.50 Uhr Treffunkt vor dem Hostel 9:15 Uhr Abfahrt (Bus hatte sich verspätet)

10:00 Uhr Ankunft und Begrüßung bei Christina Kosmetik

Zu Beginn wurden wir als ganzes Team begrüßt und haben eine kleine Führung durch die

Kosmetikanlage "Christina" bekommen. Uns wurden einzelne Bereiche wie z. B. Produktion, Labor

und Warenhaus gezeigt. Nach dieser Führung hatten wir eine kleine Pause. Nach der Pause

haben wir über Kosmetik im Allgemeinen gesprochen. Anschließend wurde eine kosmetische

Behandlung an einem Model durchgeführt.
1. Schritt: Gesichtsseife wurde aufgetragen. 2. Schritt: Peeling (für jeden Hauttyp bestimmt) wurde aufgetragen und einmassiert, anschließend mit einer nassen Kompresse sanft abgewaschen. 3. Schritt: Fruchtsäurepeeling wurde mit einem dafür bestimmten Pinsel aufgetragen (Kontur als erstes). 4. Schritt: Tiefenreinigung für Mitesser. 5. Schritt: Tonic aufgetragen (wirkt adstringierend und soll die Poren wieder schließen). 6. Schritt Pflege - Maske wurde auf das Gesicht aufgetragen und wirkt 15-20 Minuten ein und wurde anschließend wieder mit einer nassen Kompresse abgewaschen. Zum Schluss wurde noch eine pflegende Gesichtscreme auf das Gesicht aufgetragen.

13:40 - 14:10 Mittagspause. Nach der Pause durfte jeder von uns ein paar Produkte an sich selbst testen. Um ca. 15.00: Uhr ging es wieder zurück nach Tel Aviv.

 

15 Tag: Montag, 30. Oktober 2017

Treffen vor dem Hotel um 8.50 Uhr, Abfahrt vom Hotel um ca. 9.00 Uhr. Heute hatten wir einen weiteren Workshop, dieses Mal in der Wella Akademie. Dort trafen wir sechs israelische Austauschschüler, die wir noch nicht kannten und die bald mit nach Kiel reisen werden.Wir wurden herzlich vom Generaldirektor und dem Direktor des Trainingscenters in Empfang genommen und begrüßt. Um das Seminar einzuleiten, haben sie uns einen kleinen Einblick in die Firmengeschichte und deren Werdegang gegeben. Daraufhin sahen wir eine PowerPoint Präsentation, in der es darum ging, woher Wella ihre Inspirationen für ihre neuesten Trends nimmt und auch einen Rückblick auf vergangene Frisurentrends ab den 1920er Jahren gezeigt.Nach der Präsentation wurde ein Damenmodell mit mittellangen Haaren vorgestellt, welches den angesagten Balayage-Look trug. Das Ziel des Stylisten war es, den halben Jahr alten Look aufzufrischen,  in dem er die uns bereits bekannte Balayage-Technik angewandt hat.Nach dem "Look and Learn" haben wir eine Aufgabe bekommen, die wir in kleinen Gruppen bearbeitet haben. Wir sollten eine Collage erstellen, in der es darum ging, Einflüsse wie Texturen, Formen, Farben usw. zu finden, deren Zusammensetzung die Voraussetzung für neue Trends sind.Die Ergebnisse hat jede Gruppe vorgestellt.Danach gab es eine weitere Gruppenarbeit zum Thema, Frisuren in Bezug auf Gesichtsformen.Im Anschluss gab es eine Pause, in der wir mit sehr gutem Essen versorgt worden sind.Nach der Pause ging es mit dem Modell weiter, welches bereits Coloriert wurde und nun einen Longbob geschnitten bekam um den Balayage-Look zu unterstützen.Zuletzt durften wir uns gegenseitig und unter Aufsicht und Beratung der Wella-Stylisten, die Haare färben und stylen.

 

16 Tag: Dienstag, 31. Oktober 2017

Heute Morgen kamen wir mit all unserem Gepäck am Treffpunkt unten an der Herberge zusammen um gemeinsam Richtung Jerusalem aufzubrechen. Wir legten einen Zwischenstopp ein, um ein Projekt mit zu machen in einem Übungssalon der Friseurschule. Dort bekam jedes Gruppenmitglied ein Model mit verschieden Aufgaben im Bereich Farbe, Schnitt und Styling . Es gab wie jeden Tag ein Buffet zum Mittag. Nachdem wir mit den Modellen fertig waren, kamen wir in einem Stuhlkreis zusammen um uns zu verabschieden und zu bedanken... Die israelischen Schüler übergaben uns süße Gastgeschenke mit einem Erinnerungsfoto, das geschossen wurde als wir sie das erste Mal bei L'Oreal getroffen haben. Anschließend fuhren wir weiter nach Jerusalem und bezogen dort unsere Zimmer mit einem tollen Ausblick auf Jerusalem.

 

17 Tag: Mittwoch, 01. November 2017

Der Tag fing bei dem Frühstück im Hotel an. Um 8.35 haben wir uns vor dem Hotel getroffen.

Dann ging es mit dem Bus in eine Schule. Diese war ähnlich einer Berufsschule, wie wir sie in

Deutschland kennen. Dort gibt es viele verschiedene Fachbereiche, wie zum Beispiel Friseure,

Mechatroniker oder It- Spezialisierung. Wir wurden sehr herzlich von den Schülern sowie der

Direktorin der Schule begrüßt. Als erstes wurde uns ein Film über die Schule gezeigt. Danach

wurden uns der Ablauf sowie einzelne Programmpunkte vorgestellt und es ging los. Wir gingen

in den schuleigenen Friseursalon, dort hat uns Oren Ukrubi  verschiedene Haarschneidetechniken

vorgestellt, wie das Slicen und Pointen. Dies wurde uns an zwei Modellen  demonstriert. Dann hatten

wir eine kleine Pause. Als nächster Programmpunkt, der spontan hinzu gekommen war, kam ein Make- Up Artist zu Besuch. Dieser war ehemaliger Schüler an dieser Schule und er zeigte uns, wie er das Make- Up aufsetzt und es gleichzeitig haltbar macht. Das Haltbarmachen des Make- Up ist insbesondere bei langen Events wie Hochzeiten wichtig.
Dann teilte sich die Gruppe auf in Friseure und Kosmetikerinnen. Wir sind in eine andere Schule gefahren, in der Kosmetik unterrichtet wurde. Dort durften Antonia und ich dann je eine Kundin behandeln. Ich sollte eine Gesichtsmassage durchführen und Antonia eine Gesichtsbehandlung.
Danach verabschiedeten wir uns von den Leuten die uns betreut haben und es ging für uns zurück in das Hotel.
Während wir in der anderen Schule waren, haben die Friseure weiter dem Make- Up Artist zugeschaut. Dieser hat Ihnen gezeigt, wie Wunden künstlerisch erstellt werden können. Danach ging es mit dem Färben von Ombré an Puppenköpfen weiter. Nach diesem Programmpunkt  fuhr auch der Rest der Gruppe zurück zum Hotel.

 

18 Tag: Donnerstag, 02. November 2017

Der Tag begann um 9 Uhr mit einem Workshop im Hotel mit Roman  Rubin. Zuerst hat er einen asymmetrischen Longbob geschnitten mit starker Überlänge. Diesen hat er dann noch geföhnt und mit dem Glätteisen gestylt. Anschließend hatten wir eine kurze Pause. Danach hat der Referent einen in Israel sehr gefragten Haarschnitt geschnitten. Auch ein Longbob aber mit weichem Übergang nach vorne und stark durch-gestuft. Den hat er dann über die Rundbürste geföhnt. Etwas extravagant die Spitzen nach außen haben den Look eines Weihnachtsbaumes. Durch die immer kürzer werden Haare nach oben durch die starke Stufung.  Anschließend haben wir noch eine Show Frisur gezeigt bekommen. Bestehend aus einer Hochsteckfrisur mit extravaganten Haarteilen. Danach haben wir im Hotel Mittag gegessen. Dann begann unsere Tour nach Yad Vaschem. Wir haben eine Führung durch die Museums Anlage gemacht. Was allen sehr nah gegangen ist. Dann sind wir wieder zurück zum Hotel gefahren und nach einer 2 stündigen Pause hatten wir ein Gruppentreffen, in dem  wir den Tag  Revue passieren haben lassen. Es war vor allem wichtig, die Eindrücke und Schlussfolgerungen aus unserem Besuch in Yad Vaschem miteinander auszutauschen. Zum Schluss waren wir vom Ministerium zu einem leckeren Essen bei einem Italiener in der Neustadt (nahe der Altstadt) eingeladen und wurden dabei von Tal begleitet. Dann sind wir alle wieder zurück zum Hotel gefahren, denn alle waren müde.

 

19 Tag: Freitag, 03. November 2017

Wir treffen uns um 8:00 Uhr vor dem Hotel mit unserer Reiseführerin Rina. Erster Anlaufpunkt war „The Secret of Quamran“. Dort haben wir zunächst einen kleinen Film geguckt über die Geschichte dieses Ortes gesehen und sind dann durch die Ausgrabungsstätte gegangen. Zweiter Anlaufpunkt war der Nationalpark von Massada. Dort gab es ebenfalls ein kleinen Film über die frühere Geschichte Massadas und eine zweistündige Führung mit sehr beeindruckenden Ausgrabungen und Ausblicken. Dritter und somit letzter Punkt war das Tote Meer.  Mittagessen im Hotel Crown Plaza und Baden am Hotel eigenem Strandabteil. Eine atemberaubende Erfahrung auf der Wasseroberfläche zu liegen ohne unterzugehen. - 16 Uhr Abfahrt zum Hotel und Rückkehr nach Jerusalem.

 

20 Tag: Samstag, 04. November 2017

Um 9.00 Uhr sollte unser Bus vom Hotel starten. Dieser kam mit etwas Verspätung an. Wir sind zum Jaffa Tor der alten Stadt gefahren. Von dort aus ging es zu Fuß durch die Altstadt Jerusalems. Wir besichtigten viele verschiedene Kirchen wie z.B. die Zionkirche. Nachdem uns unsere Reiseleiterin Rina einige weitere Orte zeigte (z.B. die Klagemauer), gingen wir durch die heute sehr überfüllten Gassen, um den Leidensweg Jesu zu entdecken. Um 13 Uhr gab es ein sehr reichhaltiges Mittagessen. Da die Grabeskirche nach dem Essen zu voll war, nahmen wir eine Planänderung vor und durften erst einmal shoppen. Anschließend gingen einige von uns noch zur Grabeskirche, während andere auf eine Besichtigung verzichteten und im Menschengetümmel vor dem Eingang warteten. Danach brachte uns der Bus zurück ins Hotel.

 

 

 

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