Klasse 13b (Profil Gesundheit) des Beruflichen Gymnasiums am Königsweg organisiert Podiumsdiskussion zum Thema „Organspende“

Drei Betroffene von der Interessengemeinschaft Niere Kiel – Region e.V. hatten sich netterweise bereit erklärt, ihre Geschichten und ihr Wissen über Organtransplantationen mit Schülerinnen, Schülern und Lehrkräftenzu teilen.
Dies geschah auf eine sehr persönliche Art und Weise im Gespräch mit Vertretern aus der Schülerschaft.
Die Organisation und Leitung der Veranstaltung wurden von Frau Moeglich und meiner Klasse, der 13b, Profil Gesundheit,  übernommen. Bereits vor der Veranstaltung haben wir uns in Gesundheitslehre intensiv mit dem Thema Organspende beschäftigt. Dabei ist uns aufgefallen, dass sich nur wenige Menschen, insbesondere junge Menschen, mit dieser Thematik auseinandersetzen. Das wollten wir gern ändern und erreichen, dass sich mehr Menschen einen Organspendeausweis zulegen, auf dem man eine Organentnahme übrigens auch ablehnen kann. Überhaupt sollte mehr über das Thema kommuniziert werden, damit im Falle des Falles die Angehörigen wissen, wie der Hirntote zu einer Organentnahme steht und auf diese Weise die Entscheidungsfindung erleichtert wird.
Zwei unserer Gäste wurden selbst transplantiert. Außerdem erhielt die Frau von Herrn Buchholz sowohl eine Spenderniere als auch eine Spenderbauchspeicheldrüse. Alle drei fassten den Mut, vor fast 200 Zuhörern über ihre Gefühlslagen, Hoffnungen und Erwartungen an die Zukunft zu berichten. Kaum zu glauben, dass ohne eine Transplantation zwei dieser sympathischen Menschen nicht mehr am Leben wären.
Die Veranstaltung endete mit einer Fragerunde, in welcher die SchülerInnen ihre Ängste, Fragen und Gedanken loswerden konnten. Hierbei wurden auch Zweifel am derzeitigen System geäußert wie etwa: „Ist ein hirntoter Mensch wirklich tot?“ Allem wurde Gehör geschenkt und die drei gingen auf alle Fragenden einzeln ein.
Am Ende des Tages hinterließen die drei einen bleibenden Eindruck auf die Schülerschaft und viele haben wohl am Abend noch über das Gesprochene nachgedacht.
Mir selbst blieb noch bis spät abends im Bett das Zitat von Herrn Buchholz im Kopf: „Die Wahrscheinlichkeit, auf ein Spenderorgan angewiesen zu sein, ist um ein Vielfaches höher, als eines zu spenden.“

 Niklas Gleser, 13b

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