Da wär’s auf einmal still! Romantische Abiturvorbereitung am Beruflichen Gymnasium

„Grau, teurer Freund, ist alle Theorie!“ – Dies gilt wohl sicher auch für alle, die sich in Vorbereitung auf das Deutschzentralabitur mit der Literaturepoche der Romantik auseinandersetzen dürfen. Eine passende Ergänzung schien deshalb eine Inszenierung des Landestheaters zu bieten. Drei Schauspieler und zwei Musiker wollten sich da, so hieß es im Programmheft, zusammen mit dem Publikum auf die Suche nach der blauen Blume begeben. Jener blauen Blume, die als das zentrale Motiv der Romantik gilt, als Sinnbild für „Sehnsucht, Sinnlichkeit und Synergie“.
Tatsächlich bot der Theaterbesuch uns die Gelegenheit, die lyrischen Texte, an denen man sich sonst in der theoretischen Analyse so oft die Zähne ausbeißt, hier in einer sehr eindrucksvollen schauspielerischen und musikalischen Darbietungsform noch einmal ganz anders wahrzunehmen. Das Gefühl einer Epoche, die ja schon seit 250 Jahren Vergangenheit ist, wurde plötzlich mit Farbe, mit Leben gefüllt. So hatte dieser Abend durchaus das Potential, sich neue Zugänge zu den Autoren und Werken dieser Epoche zu erschließen.

Julius Schettel

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